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Die Wahrheit über den PCT - oder: Was dir davor niemand so deutlich sagt...

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I did it! Ende September habe ich meinen Thruhike auf dem PCT erfolgreich beendet - 2653 Meilen von Mexiko nach Kanada und unzähliche schöne, einmalige, lustige, emotionale und auch bedrückende oder traurige Momente liegen hinter mir. Es wird noch einige Zeit dauern, bis mein Hirn wieder vollständig im Hier und Jetzt ist. Bis dahin genieße ich aber die Bilder, die immer wieder in meinem Kopf aufploppen und mich dämlich grinsen lassen.  Sorry liebe Mitmenschen, aber da müsst ihr jetzt noch eine Weile durch... :) Vor ungefähr einem Jahr habe ich damit begonnen, meinen Hike auf dem Pacific Crest Trail zu planen. Man findet alle Informationen, die man vorab benötigt, online: Ausrüstung, Visa, Permit, Trailtowns.... aber es gibt auch Dinge, die dir davor niemand so deutlich sagt. Ein Thruhike wird dein Leben verändern!   Ich möchte euch heute an einigen Beobachtungen teilhaben lassen, die ich in den vergangenen Monaten gemacht habe. Wie immer gilt: Ich nehme weder mich noch a...

Erinnerungen die bleiben: Erlebnisse und Abenteuer

4 Monate habe ich in Mexiko, Guatemala und Belize verbracht - 120 Tage voller spannender Abenteuer, tollen Begegnungen mit Menschen und Orten, die mich beeindruckt haben. Ich werde mich ein Leben lang daran erinnern, wie es sich anfühlt hat auf einem 4000 Meter hohen Vulkan zu stehen oder in einer riesigen Höhle mitten im Dschungel zu schwimmen und zu klettern. Es sind aber noch ganz viele andere Erinnerungen die meinen Trip einmalig gemacht.... # "Bienvenido a México!" - überall habe ich mich willkommen gefühlt, die Gastfreundschaft in diesem Land ist unbeschreiblich und wir Europäer können uns hier einiges abschauen... # In Mexiko-Stadt wurde ich sofort in einen Familienverbund integriert und manchmal wie eine exotische Trophäe herum gereicht. :) # Ich habe viel über die mexikanische Kultur gelernt: Bevor Menschen einem sagen, dass sie etwas nicht wissen, bleiben sie vage oder geben dir einfach eine falsche Auskunft. # Auch wenn man Mexikaner nach ihrer persönlichen ...

Unbelizeable! Go slow in Belize

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Belize ist anders: Kaum kommt man über die Grenze fällt sofort auf, dass hauptsächlich Englisch gesprochen wird. Es liegt Karibik-Flair in der Luft, die Menschen sind entspannt, der Rum erschwinglich und die Natur und die Menschen einfach unbelizeable! Auf den Geldscheinen ist die junge Queen Elizabeth abgebildet, aber sonst erinnert nicht mehr viel daran, dass Belize eine britische Kolonie war. Das Leben (und das Reisen) sind deutlich teurer als in den Nachbarländern - aber okay, das hat man vorher schon mal wo gehört. Egal - das Motto lautet "Go slow" und hat absolut seine Berechtigung: Zwischendurch muss man die vielen Eindrücke einfach sacken lassen und den Tag entspannt angehen. Auch in Belize sind die Supermärkte (Dosenbohnen neben Asia-Kitsch) fest in chinesischer Hand. Ins Stadtbild mischen sich auch immer wieder Mennoiten, die im vergangenen Jahrhundert nach Belize gekommen sind und heute teilweise auch noch wie früher leben. Eine Gemeinde namens Spanish Lookout...

Guatemala - das Land mit den vielen Gesichtern

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Eigentlich ist Guatemala nie auf meiner Top-10-Reisewunsch-Liste gestanden, aber als ich in San Cristóbal in Mexico war, war die Grenze plötzlich so nah und Guatemala verlockend. Viele Traveller die ich getroffen habe waren begeistert von dem Land - günstig soll es sein und super einfach zu bereisen! Ohne große Erwartungen habe ich mich von San Cristóbal auf den Weg nach Panajachel am Lago Atitlan gemacht. Die Strecke der Panamericana entlang zieht sich in die Länge, deshalb habe ich mir einen Shuttelbus gegönnt.... und dies kurz nach der Grenze schon wieder bereut! Der guatemaltekische Fahrer hatte es super eilig und ist im Höllentempo über den Highway gebrettert. Wir waren 9 Touris im Bus und wurden von einer Seite zur anderen geschauckelt; Körperkontakt lies sich nicht vermeiden. Blöderweise saß ich direkt hinter dem Fahrer in der Mitte und sah mehrere Male den Tod direkt auf mich zu kommen. Nicht nur ich, auch andere im Shuttle, haben ihn mehrfach gebeten langsamer zu fahren - da...

San Juan Chamula - Shamanen bei der Arbeit

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San Juan Chamula ist ein kleiner Ort in den Bergen Chiapas. Die Kirche in der Ortsmitte ist das spirituelle Zentrum für viele indigene Bewohner der Region. Ich habe kürzlich einen Vormittag dort verbracht und davon möchte ich euch heute berichten. Von außen schaut die Kirche in San Juan Chamula aus wie jede andere Kirche - sobald man diese aber betritt, eröffnet sich einem eine komplett andere Welt. Touristen müssen 25 Pesos Eintritt bezahlen und werden mehrfach daran erinnert, dass es streng verboten ist Foto- und Videoaufnahmen im Inneren der Kirche zu machen. Es ist dunkel und düster in dem Gebäude. Durch die kleinen Fenster fällt nur wenig Licht ins Innere. Kirchenbänke oder einen Altar, wie wir das kennen, gibt es nicht. Der Boden ist mit Piniennadeln bedeckt und an den Wänden aneinander gereiht stehen lauter Glasvitrinen. In diesen Vitrinen befinden sich sämtliche Heilige und noch mehr Jungfrauen, die hier verehrt werden. Davor stehen Holztische, auf denen brennende Kerz...

10 Dinge an denen du merkst, dass du in San Cristóbal de las Casas bist

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San Cristóbal de las Casas, einer der touristischen Hot-Spots in Chiapas, hat sein ganz eigenes Flair. Für euch habe ich 10 Dinge gesammelt, die hier besonders auffallend sind. #1: Geschlossene Gebäude Viele Kirchen sind geschlossen und können derzeit nicht betreten werden - Grund dafür ist ein Erdbeben, welches im September 2017 viele historische Gebäude in San Cristóbal beschädigt hat. Aber auch von außen sind diese kolonialen Gebäude beeindruckend! #2: Ein bunter Mix verschiedener Trachten Rund um San Cristóbal leben viele verschiedene indigene Völker. Eine der Haupteinnahmequellen ist der Verkauf handgemachter Textilien in allen Farben und Formen. Wer durch die Gassen der Stadt schlendert wird hier eine große Vielfalt an Farben und Mustern entdecken. #3: Straßenverkäufer und bettelnde Kinder Chiapas ist ein sehr armer Bundesstaat mit einer hohen Anzahl von Migranten aus Guatemala und Honduras und einer armen Landbevölkerung. Aus diesem Grund gibt es überdurchschnit...

Der Tag, an dem ich der Kinderarmut in die Augen geschaut habe

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Ich bin nun schon eine Weile in San Cristobal de las Casas in Chiapas, Mexiko. Die Stadt auf 2100 Metern Höhe hat ungefähr 220 000 Einwohner - eine bunte Mischung verschiedener indigener Ethnien und Traveller aus der ganzen Welt, die sich hier in den Bergen Mexikos niedergelassen haben. In der Fußgängerzone, die sauber und herausgeputzt ist, mischen sich unter die Touristen viele Maya Frauen in ihrer Tracht, die ihre Textilien auf der Straße verkaufen. Im Vergleich zu anderen großen Städten in Mexiko - wie zum Beispiel Oaxaca oder Mexico Stadt - fällt hier aber auch auf, dass viele Kinder durch die Straßen ziehen und betteln - und das mit teilweise sehr kreativen Geschichten. Kürzlich war ich abends in einer Bar in der Fußgängerzone und bin alleine an meinem Tisch im Freien gesessen; dick eingepackt mit allen Klamotten, die ich besitze und mit einem Rum, der mich aufwärmen soll. Abends wird es hier empfindlich kalt - trotzdem spielt sich das Leben draußen ab, da es in den Steinh...